30 Jahre Gesunde Städte-Netzwerk

Im Juni 1989 machten sich zehn Städte und Kreise aus eigener Initia­tive auf den Weg zur Gesunden Stadt im Sinne der Ottawa-Charta der Weltgesundheitsorganisation. Sie gründeten in Frankfurt am Main das Gesunde Städte-Netzwerk der Bundesrepublik Deutschland.

Hier können Sie den Programm-Flyer und die Anmeldung herunterladen:

Die gemeinsame Verfassung des Netzwerks ist das 1993 beschlossene Neun-Punkte-Programm. Es erwies sich als gute Basis für eine dauerhafte Entwicklung. Wichtig sind dabei eigenständige kommunalpoli­tische Entscheidungen und eigene Ressourcen für die kommunale Gesundheitsförderung. Die Unabhängigkeit und  Zielerreichung durch kommunale Entscheidungen war und bleibt eine große Stärke des Netzwerks.
Bis 2019 wurde auf diese Weise die Kooperation zwischen 84 Mitgliedskommunen aus allen 16 Bundesländern ermöglicht. Das ist eine beispiellose Erfolgsgeschichte in der deutschen Gesundheitspolitik.

Die besondere Leistung ist die Zusammenarbeit zwischen Kommunalpolitik, lokalen Verwaltungen und zivilgesell­schaftlichen Initiativen zum Beispiel aus der Selbsthilfe. Sie findet sich durchgängig in der Arbeitsweise und in den Gremien des Gesunde Städte-Netzwerks wieder.
Die Lebensweltorientierung der Gesundheitsförderung wurde endlich auch durch das Bundespräventionsgesetz von 2015 anerkannt. Sie kann nur kommunal gedacht werden. Das Gesunde Städte-Netzwerk wird von daher auch in Zukunft noch weiter zunehmend für den Erfahrungs­austausch und zur Kompetenzbildung gebraucht.

Nürnberg als Gründungsmitglied freut sich, Sie beim diesjährigen Symposium aus Anlass des 30-jährigen Beste­hens gemeinsam mit dem Gesunde Städte-Netzwerk zu begrüßen.

Allen Teilnehmenden wünschen wir vielfältige Impulse für die Gesundheitsarbeit und einen angenehmen Aufenthalt in Nürnberg.

Dr. Peter Pluschke, Referent für Umwelt und Gesundheit der Stadt Nürnberg
Dr. Hans Wolter, Bundesweiter Koordinator des Gesunde Städte-Netzwerks