Frankfurt am Main, 22.06.2026 – Das Gesunde Städte-Netzwerk (GSN) freut sich, mit Dr. Kirsten Kappert-Gonther eine engagierte Gesundheitspolitikerin, erfahrene Medizinerin und ausgewiesene Expertin für Prävention und psychische Gesundheit als Schirmfrau gewonnen zu haben. Mit ihrem langjährigen Einsatz für gesundheitliche Chancengerechtigkeit, Gesundheitsförderung und eine nachhaltige Gesundheitspolitik wird sie die Anliegen des Netzwerks künftig auf Bundes- und europäischer Ebene unterstützen.

Dr. Kirsten Kappert-Gonther ist für Bündnis 90/Die Grünen Mitglied des Deutschen Bundestages und Obfrau im Gesundheitsausschuss. Zu ihren politischen Schwerpunkten zählen die seelische Gesundheit, Frauengesundheit, Bioethik sowie globale Gesundheit. Von 2022 bis 2025 war sie Vorsitzende des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestages. Als Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie war sie über 20 Jahre in der medizinischen Versorgung tätig und setzt sich seit vielen Jahren für eine stärkere Verankerung von Prävention und Gesundheitsförderung in allen Politikbereichen ein.

Dabei richtet sie ihren Blick nicht nur auf die Gesundheitsversorgung im engeren Sinne, sondern auf die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, die Gesundheit fördern oder beeinträchtigen. Angesichts der Folgen des Klimawandels, wachsender sozialer Ungleichheiten, des demografischen Wandels sowie der fortschreitenden Digitalisierung und des Einsatzes Künstlicher Intelligenz gewinnt die Frage nach gesundheitsfördernden Lebenswelten zunehmend an Bedeutung. Digitale Technologien und KI bieten große Chancen für Prävention, Versorgung und Teilhabe, stellen Kommunen und Gesellschaft zugleich aber vor neue Herausforderungen – etwa hinsichtlich psychischer Gesundheit, sozialer Teilhabe, Datenschutzes und eines gerechten Zugangs zu gesundheitsrelevanten Angeboten.

Dr. Kappert-Gonther erklärt:

„Gesundheit entwickelt sich im Alltag. Wie wir unsere Städte bauen hat erhebliche Bedeutung für unsere Gesundheit – körperlich und seelisch. Der Einsatz gegen die Klimakrise, für eine gesunde Umwelt, die Verkehrswende und eine gerechte Sozialpolitik wirken sich auf unsere Gesundheit aus. Prävention ist das Gebot der Stunde, auch und gerade für die seelische Gesundheit. Ich freue mich sehr, dass ich mich nun in dieser neuen Rolle als Schirmfrau für das Gesunde Städte-Netzwerk engagieren kann, das diese Position seit Jahrzehnten vertritt.“

Das Gesunde Städte-Netzwerk wurde 1989 im Rahmen der WHO-Initiative „Healthy Cities“ gegründet. Heute engagieren sich mehr als 100 Städte, Gemeinden und Landkreise in Deutschland für eine gesundheitsfördernde Kommunalpolitik. Das Netzwerk versteht Gesundheit als Querschnittsaufgabe und setzt sich dafür ein, dass Aspekte der Gesundheit in allen kommunalen Handlungsfeldern berücksichtigt werden – von Stadtentwicklung und Mobilität über Klima- und Umweltschutz bis hin zu Bildung, sozialer Teilhabe und Digitalisierung.

Die Mitgliedskommunen des Netzwerks entwickeln gemeinsam Strategien und Praxisansätze, um die Lebensqualität und die gesundheitlichen Chancen ihrer Bürgerinnen und Bürger nachhaltig zu verbessern. Dabei zeigt sich immer wieder, dass Gesundheit dort entsteht, wo Menschen leben, lernen, arbeiten und ihre Freizeit verbringen. Kommunen spielen deshalb eine Schlüsselrolle bei der Gestaltung gesundheitsfördernder Lebenswelten.

Mit der Übernahme der Schirmherrschaft setzt Dr. Kappert-Gonther ein wichtiges Zeichen für die Bedeutung kommunaler Gesundheitsförderung. Ihre fachliche und politische Expertise wird dazu beitragen, den Anliegen der Kommunen auf Bundes- und europäischer Ebene noch mehr Gehör zu verschaffen. Gemeinsam verfolgen das Gesunde Städte-Netzwerk und seine Schirmfrau das Ziel, Prävention, gesundheitliche Chancengerechtigkeit und die Gestaltung gesunder Lebenswelten stärker in den Mittelpunkt gesellschaftlicher und politischer Entscheidungen zu rücken.

Das Gesunde Städte-Netzwerk freut sich auf die Zusammenarbeit mit Dr. Kirsten Kappert-Gonther und auf gemeinsame Impulse für eine zukunftsfähige Gesundheitspolitik, die Gesundheit in allen Lebensbereichen mitdenkt und die Kommunen als zentrale Orte der Gesundheitsförderung stärkt.

© Bild: WHO European Healthy Cities Network