Im September 2026 hat Thüringens Gesundheitsministerin Katharina Schenk der Stadt Jena das Zertifikat „Stillfreundliche Kommune Thüringen“ überreicht. Jena ist damit die zweite Kommune im Freistaat, die das Verfahren erfolgreich abgeschlossen hat.
Gesundheitsförderung von Anfang an
Stillen stärkt nachweislich die Gesundheit von Kindern und Müttern. Das Zertifikat wurde 2024 vom Thüringer Gesundheitsministerium und der Landesgesundheitskonferenz Thüringen entwickelt. Es rückt Stillförderung als Handlungsfeld der kommunalen Gesundheitsförderung in den Blick. Gerade Angebote für Familien in schwierigen Lebenslagen tragen zur gesundheitlichen Chancengleichheit bei.
Als Mitglied im Gesunde Städte-Netzwerk hat sich Jena 2024 verpflichtet, Gesundheitsförderung bei allen Planungen und Entscheidungen mitzudenken. Die Zertifizierung setzt diese Selbstverpflichtung konkret um: Gesundheit wird dort gefördert, wo Familien ihren Alltag verbringen. Zugleich ist sie ein Baustein der Jenaer Präventionskette, an deren Anfang die Frühen Hilfen und gute Bedingungen für ein gesundes Aufwachsen stehen.
Was es in Jena schon gibt
Jena verfügt über ein breites Netzwerk an Angeboten für Schwangere, Eltern und junge Familien. Dazu gehören die Frühen Hilfen und zahlreiche öffentlich zugängliche Still- und Wickelorte im gesamten Stadtgebiet. Die Babymap Jena bündelt diese Orte und zeigt auf einen Blick, wo Familien willkommen sind. Ergänzt wird es durch Beratungs- und Unterstützungsangebote verschiedener Einrichtungen und Fachkräfte.
Wie es weitergeht
Mit der Zertifizierung ist ein wichtiger Grundstein gelegt, doch die eigentliche Arbeit beginnt jetzt. Die Nationale Strategie zur Stillförderung des Bundes beschreibt, worauf es ankommt: Stillförderung soll fester Teil der kommunalen Gesundheitsplanung und mit anderen Präventionsangeboten vernetzt sein. Niedrigschwellige Unterstützung soll gerade die Familien erreichen, die seltener oder kürzer stillen. Zu einer stillfreundlichen Infrastruktur gehören deshalb gut erreichbare Stillorte ebenso wie wohnortnahe Beratung und stillfreundliche Bedingungen in Kitas und am Arbeitsplatz. Eine neu gegründete Unterarbeitsgruppe des Netzwerkes Frühe Hilfen wird diese Ansätze gemeinsam mit Partnerinnen und Partnern weiterentwickeln.
Wir teilen unsere Erfahrungen gern mit anderen Kommunen im Netzwerk.
Kontakt: Dr. Franziska Alff, Stabsstelle Gesundheitsförderung im Fachdienst Gesundheit, E-Mail: franziska.alff@jena.de

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