Die Stadt Duisburg freut sich, dem Gesunde Städte-Netzwerk Deutschland beizutreten und damit ihr Engagement für Gesundheitsförderung, Prävention und gesundheitliche Chancengleichheit weiter auszubauen.

Mit rund 500.000 Einwohnerinnen und Einwohnern gehört Duisburg zu den fünf größten Städten Nordrhein-Westfalens und bildet das westliche Tor der Metropolregion Ruhr. Die Stadt ist geprägt durch ihre industrielle Geschichte, ihre kulturelle Vielfalt und ihre besondere Lage an Rhein und Ruhr. Rund10 Prozent des Stadtgebiets sind Wasserfläche. Zudem bieten über 20 Seen in der Stadt abwechslungsreiche Freizeit­möglichkeiten und 20 Prozent des Stadtgebiets sind Sport- und naturnahe Erholungsflächen, wovon rund 9 Prozent Waldfläche ist. Als Standort des größten Binnenhafens der Welt ist Duisburg ein bedeutendes europäisches Logistikzentrum und ein wichtiger Wirtschaftsstandort mit internationalen Verbindungen. Gleichzeitig zeichnet sich die Stadt durch eine hohe kulturelle und soziale Diversität aus: Menschen aus über 160 Nationen leben in Duisburg und prägen das städtische Leben. Mehr als ein Drittel der Bevölkerung hat eine Zuwanderungsgeschichte.

Die Gesundheitsförderung besitzt in Duisburg einen hohen Stellenwert. Die Stadt steht jedoch auch vor besonderen Herausforderungen. Sozialräumliche Unterschiede, ein hoher Anteil von Menschen mit Migrationsgeschichte sowie gesundheitliche Belastungen, die eng mit sozialen und wirtschaftlichen Faktoren verbunden sind, wirken sich auf die gesundheitliche Situation vieler Bürgerinnen und Bürger aus. Ziel der kommunalen Gesundheitsplanung ist es daher, gesundheitliche Chancengleichheit zu fördern und allen Menschen unabhängig von Herkunft, Alter oder sozialer Lage ein gesundes Leben zu ermöglichen.

Bereits heute bestehen zahlreiche gesundheitsfördernde Strukturen und Kooperationen. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Kommunale Gesundheitskonferenz Duisburg, die als kommunales Steuerungs- und Vernetzungsinstrument Akteure aus dem Gesundheitswesen, der Wohlfahrtspflege, der Selbsthilfe, der Politik und Stadtverwaltung zusammenbringt, um die Kommunikation zu verbessern, Doppelstrukturen zu vermeiden und Kooperationen zu fördern, aber auch um gemeinsam Versorgungslücken zu identifizieren, Maßnahmen abzustimmen und Empfehlungen für eine Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung auf kommunaler Ebene auszusprechen. Darüber hinaus bestehen vielfältige Netzwerke, Arbeitsgruppen und Initiativen, die konkrete Maßnahmen erarbeiten und umsetzen, Präventionsprojekte initiieren und zu einer Stärkung gesunder Lebenswelten beitragen.

Mit dem Beitritt zum Gesunde Städte-Netzwerk bekennt sich die Stadt Duisburg ausdrücklich zu den Zielen der Ottawa-Charta der Weltgesundheitsorganisation und zum 9-Punkte-Programm des Netzwerks. Gesundheit wird dabei als Querschnittsaufgabe verstanden, die alle kommunalen Handlungsfelder betrifft. Im Sinne des Ansatzes „Health in All Policies“ sollen gesundheitliche Aspekte verstärkt in den Bereichen Bildung, Soziales, Stadtentwicklung, Umwelt, Integration und Klimaanpassung berücksichtigt werden.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger sowie der Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Organisationen und der Selbsthilfe. Die Erfahrungen und Perspektiven der Menschen in den Stadtteilen sollen aktiv in die Weiterentwicklung gesundheitsfördernder Lebensbedingungen einfließen. Entsprechend den Grundsätzen des Gesunde Städte-Netzwerks wird die Stadt Duisburg die Netzwerkarbeit gemeinsam mit einer Vertretung der Selbsthilfe-Kontaktstelle des Paritätischen Duisburg gestalten. Durch die gemeinsame Verantwortung von kommunaler Verwaltung und Zivilgesellschaft soll die Gesundheitsförderung vor Ort nachhaltig gestärkt und die Beteiligung der Bürgerschaft weiter ausgebaut werden.

Von der Mitgliedschaft im Gesunde Städte-Netzwerk erwartet die Stadt Duisburg wertvolle Impulse für die kommunale Gesundheitsförderung und -planung, einen fachlichen Austausch mit anderen Kommunen und die Möglichkeit, erfolgreiche Ansätze gemeinsam weiterzuentwickeln. Gleichzeitig möchte Duisburg seine Erfahrungen als vielfältige Großstadt und international geprägte Binnenhafenstadt aktiv in das Netzwerk einbringen und zur Weiterentwicklung der kommunalen Gesundheitsförderung in Deutschland beitragen.

Copyright Bilder: Ilja Höpping / Stadt Duisburg.