Erfolgsfaktor „Digitalisiertes Kontaktmanagement in Gesundheitsämtern“ Gesunde Stadt Nürnberg ist Vorbild

“Auf dem Scheitelpunkt der ersten Corona-Welle Ende März und Anfang April war dagegen deutschlandweit eine dezentrale, spontane, extrem agile „Digitalisierungsflut“ im öffentlichen Bereich zu beobachten, die ungleich wirkungsvoller für die Beherrschung dieser Phase gewesen sein dürfte: Das Kontaktmanagement von Corona-Infizierten und die intensive Betreuung von Kontaktpersonen durch die Gesundheitsämter musste von IT-Systemen unterstützt werden. Wie erfolgreich die Gesundheitsämter bei dieser Aufgabe waren, deuten insbesondere auch internationale Quellen an, so z.B. der Economist Ende Mai 2020 in einem Artikel über die „German Virus Detectives“. Ihre Aufgabe der Kontaktnachverfolgung betrieben Gesundheitsämter bundesweit zunächst mit „Papier und Excel“. … Dem Ansturm des exponentiell sich ausbreitenden Virus ab März hielt diese Organisationsform daher nicht lange stand und in vielen Städten wurde rasch erkannt, dass nur mit skalierbaren, digitalen Lösungen die rasant wachsende Menge an Personen zu bewältigen sein würde, die in Quarantäne zu setzen, täglich zu kontaktieren und bei Bedarf auf Corona zu testen wären. In Zeiträumen, die im Normalfall nicht einmal zur Definition von Anforderungskatalogen genügen, wurden in zahlreichen deutschen Städten neue Kontaktmanagement-Systeme implementiert und ohne lange Testphasen kurzfristig erfolgreich von den Gesundheitsämtern in Betrieb genommen. Bekannte Beispiele sind: Böblingen (SAP), Hamburg, Köln, München, Nürnberg.” (Zitiert aus dem Nürnberger Bericht)

Autor*innen:
Dr. Katja Günther (Leiterin des Gesundheitsamtes der Stadt Nürnberg)
Dr. Ina Zimmermann (Leitung Gesundheitsförderung, Gesundheitsamt der Stadt Nürnberg)
Prof. Dr. Roland Zimmermann (Technische Hochschule Nürnberg)

Im Schatten der Corona‐App: Erfolgsfaktor „Digitalisiertes Kontaktmanagement in Gesundheitsämtern“
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